Fortschreibung Aktionsplan Inklusion
Resümee und Ausblick
Der Landkreis Landsberg am Lech hat mit dem vorliegenden Aktionsplan einen Wegweiser geschaffen, um Inklusion nach der UN-BRK verwirklichen und umsetzen zu können. Der Aktionsplan ist kein festgeschriebenes Papier. Er wird ergänzt und durch die Umsetzung der Lösungsvorschläge Schritt für Schritt ins wirkliche Leben, in unsere Gesellschaft integriert.
Dafür ist es notwendig, Fachleute aus Inklusionseinrichtungen, Unternehmen, Schulen, Kindergärten oder Politik, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger einzubinden, um Inklusion nicht mehr nur als Begriff stehen zu lassen, sondern um gemeinsam eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung und psychischer Beeinträchtigung zu ermöglichen.
Auch das Verständnis für jeden Menschen mit seinen Vor- und Nachteilen, Behinderungen und Nichtbehinderungen sollte dadurch selbstverständlich sein.
Wie soll konkret die Umsetzung aussehen?
Die Koordinationsstelle Inklusion mit der Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderung des Landkreises Landsberg am Lech und dem Inklusionsbeirat setzen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Prioritäten für jedes Handlungsfeld fest.
Dabei werden die Lösungsvorschläge der einzelnen Handlungsfelder betrachtet und in eine zeitliche Schiene eingeordnet. Für die Umsetzung werden feste Arbeitsgruppen pro Handlungsfeld gebildet und „Handlungsfeldpaten“ gefunden.
Die Koordinationsstelle Inklusion stimmt ab, moderiert und organisiert die Arbeitsgruppen. Außerdem ist sie Ansprechpartner und Netzwerker für alle Beteiligte im Prozess, um Inklusion im Landkreis Landsberg am Lech voranzutreiben.
Wie sehen Ergänzungen im Aktionsplan aus?
Wenn Sie weitere Ideen, Wünsche oder Lösungsvorschläge für die im Aktionsplan dargestellten Handlungsfelder haben, können Sie sich an die Koordinationsstelle Inklusion wenden. Ihre Vorschläge werden im Prozess mit eingearbeitet. Darüber hinaus wird der Aktionsplan um weitere Handlungsfelder erweitert. Angedacht sind: Gesundheit und Pflege, Partizipation und Bewusstseinsbildung, Kommunikation und Medien sowie Familie.
Wir haben einen langen Weg vor uns. Der bestehende Aktionsplan bringt uns nach unserem Motto „Wir wachsen zusammen“ einen großen Schritt voran, um den Landkreis Landsberg am Lech inklusiver zu gestalten. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und freuen uns auf die Umsetzung mit Ihnen.
Barrierefreiheit & Mobilität
Umgesetzte Lösungsvorschläge aus dem Aktionsplan Inklusion des Landkreises Landsberg am Lech
Sensibilisierung von Gemeinden, Institutionen, Dienstleistern, Einzelhandel, Ärzte, Privatpersonen etc. Erhebung für alle öffentlichen Gebäude, inwieweit diese barrierefrei zugänglich sind. Ziel einer solchen Erhebung ist es, einen Überblick über die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu erlangen und diesen auch für die Bürgerinnen und Bürger in Form einer Landkarte, Homepage o. ä. zur Verfügung zu stellen
Die landkreiseigenen Gebäude wurden bereits im Jahre 2014 in Form einer Bestandserfassung auf ihre Barrierefreiheit hin untersucht.
Weiterverfolgung der Bestandserfassungen und Beseitigung der beanstandeten Barrieren
Kooperation mit den Denkmalschutzämtern
Ortsbegehungen in allen Gemeinden unter Beteiligung von: Bürgermeister, Bauämter, Behinderten- und Seniorenbeauftragten, Koordinationsstellen Senioren und Inklusion
Sensibilisierung zum Thema Barrierefreiheit sowohl in den Gemeinden (Multiplikatoren sind Behinderten- und Seniorenbeauftragte) als auch in Bauämtern und bei Architekten
Angebot von Schulungen zu den Themen barrierefreies Bauen und Fördermöglichkeiten
Bereits zahlreiche Gemeinden haben mit Ortsbegehungen Barrieren in ihrem Wohnumfeld identifiziert und dokumentiert. Ortsbegehungen sollen mit Unterstützung des zuständigen Gemeinderates und Bürgermeisters in allen Gemeinden des Landkreises stattfinden und Grundlage einer Umsetzung der dokumentierten Mängel sein. Die Beseitigung der Mängel muss durch die einzelnen Gemeinden erfolgen. Die „beWEGte Gemeinde“ unterstützt Ortsbegehungen
Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden, Vereinen und Schulen bei Ortsbegehungen in Form von „Bürgerworkshops“, Schul- oder Vereinsprojekten
Stärkung der Rolle der Gemeindebehinderten- und Seniorenbeauftragten: Festschreibung bestimmter Aufgaben, enge Zusammenarbeit und Behandlung der Themen im Gemeinderat, Thematisierung des Ansprechpartners mit Sprechstunde
Es ist für ausreichende barrierefreie, erreichbare Wartebereiche und Bewegungsflächen zu sorgen
Bei Um- und Neubauten ist auf Barrierefreiheit der Haltestellen und Wartebereiche zu achten
Fahrgastinformationen sind so anzubringen, dass alle Menschen Zugang haben: passende Höhe (Kinder und Rollstuhlfahrer sollen die Information lesen können), große Schrift, farbliche Gestaltung etc.
Das Zwei-Sinne-Prinzip (sehen und hören) muss an Haltestellen und Wartebereichen angewandt werden, das bedeutet Informationen in schriftlicher Form und per Durchsage
Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Landkreis
Ausweitung der Verkehrszeiten (abends und am Wochenende)
Einführung eines barrierefreien Anruf-Sammel-Taxis (AST) im gesamten Landkreis sowie Bekanntmachen und Werbung für ein solches System
Durchführung einer Bedarfserhebung in den Gemeinden
Schaffen alternativer Beförderungsmöglichkeiten (Mitfahr-App, Mitfahrer-Bank oder Mitfahrzentrale des Landratsamtes). Dafür müssen die rechtlichen Grundlagen gesichert sein. Solche alternativen Beförderungsmethoden müssen konsequent beworben werden
Bewusstseinsbildung: Nicht jedem ist klar, dass es nicht für alle selbstverständlich ist, den ÖPNV zu nutzen. Bei den Gemeinderats- und Stadtratssitzungen muss dieses Problem immer wieder thematisiert werden
Sensibilisieren der Busunternehmen
Kontrollen durch zuständige Behörden
Rückmeldung durch Betroffene in Form einer Befragung
Automatisierung der Ansagen
Vertragliche Verpflichtung der Unternehmen
An allen nicht-barrierefreien Bahnhöfen sollen Hublifte als Serviceangebot zur Verfügung stehen. Der Service muss durch die Bahnbediensteten erfolgen oder auf andere übertragen werden. Offensichtlich gibt es Bahnhöfe, an denen Dienstleister diesen Service übernehmen
Öffentlichkeitswirksame Aktionen, um Druck auf die Bahn oder die Landesregierung auszuüben, z. B. über eine Petition übers Internet mit möglichst vielen Gemeinden und anderen Akteuren
Einbindung aller Akteure bei der barrierefreien Gestaltung der Bahnhöfe und deren Vorplätze
Sensibilisierung und Schulung von Behördenmitarbeitern, um die Belange und Bedürfnisse älterer und behinderter Klienten besser zu verstehen
Übersetzung von Informationsmaterialen und Formularen in leichte Sprache
Bewusstseinsbildung für barrierefreien Zugang zu Informationen
Umsetzung von barrierefreiem Internetauftritt
Erleichterung des Zugangs zu Informationen für alle Bürger durch die Gemeinden
Betriebe sollen eine bestimmte Anzahl von Praktikumsplätzen zur Verfügung stellen
Stärkung des ÖPNV (Ausbau des Netzes, bessere Taktung, barrierefreier ÖPNV usw.)
Bildung & Erziehung
Umgesetzte Lösungsvorschläge aus dem Aktionsplan Inklusion des Landkreises Landsberg am Lech
Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zum Thema Inklusion
Möglichkeiten der Hospitation, um den Umgang mit Behinderungsarten oder Verhaltensauffälligkeiten zu lernen und eine inklusive Haltung entwickeln zu können
Notwendigkeit von Förderrichtlinien, um die Knappheit der Plätze besser zu regulieren
In der Erzieherinnen- und Kinderpflegeausbildung müssen sonderpädagogische Inhalte und verschiedene Behinderungen und Erkrankungen gelehrt werden
Bessere Vernetzung und Abstimmung von allen am Prozess beteiligten Akteuren
Hierfür müssen auch zeitliche Ressourcen und Räume zur Verfügung gestellt werden
Starke Vernetzung, um Alternativen und Informationen auszutauschen. Treffen zwischen Kitas, Ärzten, Eltern und Frühförderstellen sind notwendig
Aufbau eines Netzwerkes zum sozialen Kompetenztraining für Kinder mit Autismus
Für freiberufliche Therapeuten und Ärzte gibt es keine Finanzierungsmöglichkeiten für Kooperationen und Vernetzungen. Finanzielle Mittel müssen für Austauschtreffen und Kooperationen zur Verfügung gestellt werden
Sensibilisierung für inklusives Handeln in den Kitas und Einbettung therapeutischer Maßnahmen; je nach Behandlungsbedarf oder Schwere der Erkrankung bzw. Behinderung bedarf es individueller Einzelförderung und zusätzlicher Therapie in einer Kleingruppe
Für alle Schulen des Landkreises soll es verpflichtend sein, an Inklusionsveranstaltungen mit mindestens einem Vertreter der Schule teilzunehmen
Für den Besuch von Veranstaltungen zu Inklusionsthemen sollen Lehrer diese als Fortbildung geltend machen können
Für alle Schulen soll Inklusion selbstverständlich sein und umgesetzt werden ohne das Siegel Inklusion
Neben Informationen bedarf es ganz konkreter Hilfen um inklusiv beschulen zu können
Zur Unterstützung des Kindes, der Integration aller Kinder, der Hilfestellung von lernschwachen Kindern muss in jeder Klasse eine 2. Person (Heilpädagoge, Sonderpädagoge oder Sozialpädagoge) verpflichtend eingesetzt werden
Für individuelle Förderplanung in der Schule benötigt es Sonderpädagogen an jeder Schule, um Förderkonzepte für den Schüler individuell zu planen und fortlaufend weiter zu entwickeln. Sie müssen auch zur Psychoedukation und Beratung der Lehrkräfte und zur individuellen und kleingruppenspezifischen Förderung des auffälligen bzw. behinderten Kindes und Schülers eingesetzt werden.
Einrichten einer Plattform oder eines Qualitätszirkels, bei dem gute Beispiele, Probleme und Rückschritte offen kommuniziert und sich Lehrer und Schulleitungen austauschen können
Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten sind wichtig
„Best Practice Beispiele“ über gelungene Inklusion sollen immer wieder in der Presse veröffentlicht werden
Einführung von Präventionsprogrammen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung für alle Schüler
Einrichtung einer Kindersprechstunde (Kindern wird unter anderem die psychische Erkrankung der Eltern kindgerecht erklärt)
Öffentlichkeitsarbeit (Transparenz und Bekanntmachung der Angebote)
Sinnvoll sind Formen der Schulbegleitung, die eher als Klassen- und Unterrichtsbezogene Assistenz konzipiert sind
Dies muss auf Kultus- und Sozialministeriumsebene geklärt werden. Ein „Pool“ von Schulbegleitern soll den Schulen zur Verfügung stehen, die dann nach den Anforderungen der Schulen bzw. Klassen hinzugezogen werden können
Qualifizierungsangebote für Schulbegleiter und Lehrkräfte sind erforderlich
Reduzierung von großen Klassen in kleine Klassengrößen, um besser individuell helfen zu können
Intensivierung der Beratungsangebote
Der Austausch zwischen Kindergarten, Schule und weiteren Institutionen ist wichtig und bringt den Gedanken der Inklusion voran
Aufbau eines runden Tisches im Einschulungsprozess mit Kindergarten, Schule, Therapeuten und Schulbegleiter als feste Struktur
Kleine Klassengrößen, mehr Stunden für Personal, zusätzliche ausgebildete Fachkräfte oder Fortbildungen sind Voraussetzungen, um Inklusion im Kindergarten, in der Schule und in Kooperation mit Kindergarten und Schule gut umsetzen zu können
Mehr Stunden für Lehrkräfte für Kooperation mit Kindergarten
Es wird gefordert, dass Eltern mit Inklusionskindern rechtlich verpflichtet werden die Schule zu informieren, um das Kind optimal weiter entwickeln zu können
Lehrer sollen mit Förderkindern nicht alleine gelassen werden. Eine zweite Person oder sogar ein Erzieher in der Klasse werden gefordert
Sprachförderer für Kindergärten
Wahlmöglichkeiten für alle Schularten mit fundierter, fachlicher Beratung
Informationen für Schulen, Eltern, Institutionen müssen gebündelt auf verschiedenen Kanälen erfolgen z. B. in Form einer Broschüre oder als Wegweiser auf einer Homepage
Bekanntmachung der relevanten Beratungsstellen
Das Ausbildungssystem muss für Inklusionskinder bzw. junge Menschen einfacher und durchlässiger gestaltet sein
Veröffentlichung von „Best Practice Beispielen“ und Vorstellung aller beteiligten Institutionen und Unternehmen
Infos an Betriebe und Werbung dafür eine „abgespeckte“ Ausbildungsvarianten anzubieten, z. B. Werker (MAN), konkrete Anfrage an Innungen und Kammern
Vorstellung der Schulen (Förder-, Berufsschulen), der Unternehmen, Agentur für Arbeit, z. B. auf der Ausbildungsmesse
Ausbau der Begleitung durch den mobilen sonderpädagogischen Dienst (MSD), die regelmäßige Beratung muss erweitert werden
Kleinere Klassen und zusätzliche Fachkräfte sind in den Klassen erforderlich. Schüler mit Widerstand können besser gefördert und begleitet werden und fallen nicht aus dem System heraus
Eltern von Kindern mit Behinderung und Förderbedarf benötigen klare Wegweiser. Beratungsmöglichkeiten müssen stärker publik gemacht werden
Für ein inklusives Bildungssystem braucht es einfache Antragsverfahren und eine schnellere Umsetzung und Bewilligung der Anträge. Hierfür müssen entsprechende personelle Ressourcen geschaffen werden
Handlungsempfehlungen sollen an die Landesregierung, den Bezirk und an die zuständigen Ämter im Landkreis weitergegeben werden
Entlastungsangebote für Eltern z. B. Kinderbetreuung
Ambulante Betreuungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Eltern mit Kindern. Dabei müssen beide Seiten berücksichtigt werden
Arbeit & Beschäftigung
Umgesetzte Lösungsvorschläge aus dem Aktionsplan Inklusion des Landkreises Landsberg am Lech
Betriebe brauchen einen Überblick über Fördermöglichkeiten und Ansprechpartner. Hilfreich wäre eine zentrale Anlaufstelle, bei welcher Informationen eingeholt werden können und die einen Überblick in Form einer Broschüre, eines Faltblattes oder einer Homepage gibt
Direkte Erreichbarkeit der Ansprechpartner in den zuständigen Stellen (Rentenversicherung, Agentur für Arbeit, Bezirk usw.)
Bessere Darbietung von Informationen über geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten von Trägern der beruflichen Einrichtungen und Rehabilitation
Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer dauerhaft Sprechstunden installieren
Beratung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer über psychische Störungen und Hilfen
Das, im Bundesteilhabegesetz verankerte Budget für Arbeit, muss bekannt gemacht werden
Der Aufbau von Kooperationen zu Unternehmen ist notwendig, um Praktikumsplätze zu gewinnen und als „Best Practice“ in der Öffentlichkeit werben zu können
Veranstaltungen wie das Unternehmerfrühstück des Landkreises können für die Bewerbung von Kooperationen genutzt werden
Das Landratsamt und die Gemeindeverwaltungen müssen mit gutem Beispiel vorangehen und Praktikumsplätze zur Verfügung stellen
Die Installation einer Praktikumsbörse ist für alle gewinnbringend
Die Arbeitgeber müssen sich aufgehoben und mitgenommen fühlen bei der Fragestellung: „Wie kann ich meine Mitarbeiter speziell mit Beeinträchtigung, Behinderung und psychischen Belastungen in das Unternehmen integrieren?“. Der persönliche Kontakt zur Geschäftsleitung ist notwendig
Pressearbeit: Gute Beispiele von Inklusion müssen ständig veröffentlicht werden. Beispiele von Zuschussmöglichkeiten und Förderungen benannt werden
Die Sprechstunde für Arbeitgeber und Beschäftigte muss langfristig beworben werden
Aufbau von Integrationsfirmen
Unternehmen müssen zwingend die 5 % Hürde erfüllen
Schaffung einer Quote für Ausbildungsplätze
Die Schwerbehindertenvertreter der Firmen sind erste Anlaufstelle für psychisch belastete und schwerbehinderte Arbeitnehmer. Aufbau eines Runden Tisches, um zu informieren und einen Austausch zwischen den Schwerbehindertenvertretern zu ermöglichen
Schulungen der Arbeitgeber im Landkreis zum Thema psychische Erkrankungen und Behinderungen
Sensibilisierung zur Thematik und Öffentlichkeitsarbeit
Prävention (Verringerung bzw. Vermeidung von Risikofaktoren) muss viel früher greifen. Diesbezüglich braucht es Informationen, Maßnahmen und Anlaufstellen für Erwerbstätige, bevor sie erkranken. Dies muss in den Firmen umgesetzt werden. Dabei muss auch das berufliche Eingliederungsmanagement bei der Prävention Berücksichtigung finden
Einige Menschen haben wenig Wissen über die eigene psychische Erkrankung und wenn sie davon wissen, dann ist die Wartezeit sehr lang, um einen Zugang in eine Maßnahme zu bekommen. Aufklärungsarbeit und kürzere Wartezeiten für Maßnahmen
Angebot einer unabhängigen Beratung für Menschen mit Behinderung
Vorbildrolle durch Unternehmen: Angebote von Jobs und Praktika
Aufbau einer Informationsplattform
Organisation gemeinsamer Treffen (Betrieb, Einrichtung, Menschen mit Behinderung)
Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt
Öffentlichkeitsarbeit
Ausbau einer barrierefreien Mobilität
Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Beschäftigung in Form von Aktionen, Pressearbeit, Artikel über gelungene Inklusion und Informationen zu Inklusion auf dem Arbeitsmarkt sowohl von Beschäftigten und Arbeitssuchenden als auch von Arbeitgebern
Regelmäßige Kolumne oder Newsletter zum Thema Inklusion, die über unterschiedliche Öffentlichkeitskanäle gestreut werden
Bekanntmachung des Arbeitskreises Arbeit, der über verschiedenste Angebote der Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen informiert
Einbindung und Benutzung der sozialen Medien
Einrichtung von mehr Telearbeitsplätzen
Beförderung durch Unternehmen (z. B. barrierefreier Werksbus)
Ausbau von barrierefreien Bahnhöfen
Leben & Wohnen
Umgesetzte Lösungsvorschläge aus dem Aktionsplan Inklusion des Landkreises Landsberg am Lech
Bau von Wohnungen im Landkreis
Förderung von Mehrgenerationenhäusern
Bei zukünftigen Bauvorhaben muss noch mehr für Barrierefreiheit sensibilisiert werden
Im Betreuten Wohnen sollte die Altersgrenze abgeschafft werden, um auch Menschen mit Behinderung diese Wohnform zu ermöglichen
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll unterstützt werden
Sensibilisieren von Vermietern, um Wohnraum für alle Menschen gleichermaßen zur Verfügung zu stellen
Einrichtung einer „Krisenpension“, um in Notsituationen über einen längeren Zeitraum Schutz zu erhalten
Installation einer Wohnungsbörse für alle Bedürftigen
Nachbarschaftshilfe über das Ehrenamt
Das Wohnen in einer Gastfamilie kann für Menschen mit Behinderung ohne eigenen Familienanschluss eine attraktive Alternative darstellen. Ein Anreiz für Familien, einen Menschen mit Behinderung aufzunehmen, kann das Betreuungsgeld sein
Eine solche Wohnform muss beworben und gute Beispiele müssen in der Presse veröffentlicht werden (Öffentlichkeitsarbeit)
Aufklärungsarbeit zu Behinderungsarten und psychischen Erkrankungen in Form von öffentlichen Kampagnen, Schulungen oder Informationsbroschüren
Hausärzte sollen besser psychiatrisch und psychotherapeutisch geschult sein. Somit kann der Hausarzt in Selbsthilfegruppen vermitteln und mit Psychotherapeuten Situation abklären
Entwicklung von Leitlinien für Hausärzte
Kultur, Freizeit & Sport
Umgesetzte Lösungsvorschläge aus dem Aktionsplan Inklusion des Landkreises Landsberg am Lech
Ist kein barrierefreier Zugang vorhanden kann eine mobile Rampe Abhilfe schaffen oder ein Serviceangebot seitens des Veranstalters installiert werden
Bei der Anmeldung von Veranstaltungen soll seitens der Gemeinde bzw. Stadtverwaltung darauf geachtet werden, dass die barrierefreie mobile Toilette des Landkreises verpflichtend zum Einsatz kommt, sofern keine andere barrierefreie Toilette zur Verfügung steht
Die Checkliste für barrierefreie Veranstaltungen muss zur Verfügung gestellt und umgesetzt werden
Mehr Aufklärungsarbeit und Unterstützung bei Sportvereinen, kulturellen Einrichtungen, privaten Veranstaltern etc. ist notwendig
Versicherungsfragen müssen vorab geklärt werden, vielleicht eine FAQ-Liste erstellt werden, wie Angebote inklusiv zur Verfügung gestellt werden können
VHS-Angebote im Bereich Bildung, Förderung inklusiver Kurse
Sensibilisieren von Pfarrgemeinden, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen zu ermöglichen
Projekt Rolli-Paten: Für die Förderstätten ist es hilfreich, sog. Rolli-Paten zu haben, die bei Ausflügen oder Stadtprojekten unterstützen. Hier werden Ehrenamtliche gebraucht, die bereit sind mitzulaufen oder den Rolli zu schieben. Dafür sind keine pädagogischen Fachkenntnisse nötig
Schulung für Helfer zum sicheren Umgang mit dem Rollstuhl
Im Rahmen der Freizeitgestaltung und Nutzung öffentlicher, besonders auch kultureller Angebote braucht es Ehrenamtliche, die einen inklusiven Kontakt oder die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen vorübergehend begleiten und sowohl für den Anbieter der Veranstaltung als auch den Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen
Förderung von gezielten Hilfs- und Beschäftigungsprojekten durch Kostenträger
Die Koordinationsstelle engagierter Bürger (k.e.b.) soll bekannter gemacht werden und Kooperationen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe fördern
Aufbau einer inklusiven Freiwilligenagentur. In dieser können sich Menschen mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung in Form von Einkaufshilfen, Hilfe bei der Begleitung nach außen, Mobilität, Haushalt u. ä. einbringen
Begegnungsmöglichkeiten schaffen und Miteinbeziehen von Menschen mit Behinderung
Schulprojekte zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen
Feste der unterschiedlichen Kulturen und Lebensformen im Landkreis Landsberg am Lech ausrichten, z.B. Stadt- und Schulfeste, Feste in Vereinen und in den Kirchengemeinden
Bei Gemeindeaktivitäten- und festen, bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen und in der Predigt soll das Thema Inklusion, Solidarität und Hilfsbereitschaft für Menschen thematisiert werden
Kunst- und Kulturbeiträge von Menschen mit Behinderung (Chöre, Musikgruppen, Theater u. ä.)
Gezielte Öffentlichkeitsarbeit, z. B. Informationen durch die Presse über Behinderungsarten
Installierung einer „Kulturtafel“, dafür braucht es Kümmerer
Es wurden einige Vorschläge benannt, wie man in Kontakt treten kann, beispielsweise über eine Tauschbörse, Mitmachaktionen, „Berechtigungskarte“
Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit: Informationen über Angebote als Broschüre, Flyer oder digital
Gelder für Kleinprojekte akquirieren, z. B. für Kunstprojekte oder Kosten für Gebärdendolmetscher über Aktion Mensch, Rotary oder Lions
Gelder für Kleinprojekte akquirieren, z. B. für Kunstprojekte oder Kosten für Gebärdendolmetscher über Aktion Mensch, Rotary oder Lions
Inklusive Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus
Inklusive Angebote für Kinder- und Jugendfreizeit
Kommunale inklusive Ferienangebote